GEB KITA Radolfzell | Rückblick
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Rückblick

Kita-Streik

Auch die Stadt Radolfzell war vom bundesweiten Kita-Streik betroffen. Alle städtischen Einrichtungen schlossen für mindestens einen Tag ihre Türen, so dass die Eltern andere Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder finden mussten. Die Erzieherinnen und Erzieher können sich in der Sache der Unterstützung durch die Eltern sicher sein. Um das auch der Stadt zu zeigen, sammelte der GEB Kita in allen Einrichtungen der Stadt (städtisch, katholisch, privat) Unterschriften und übergab sie Frau Bürgermeisterin Laule.

Mit 272 Unterschriften aus insgesamt 15 Einrichtungen wurde deutlich, dass die Eltern auf breiter Basis den Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher zustimmen. Wir sind mit der Qualität der Betreuung in Radolfzell sehr zufrieden und wir wollen, dass diese gute Leistung auch finanziell angemessen anerkannt wird. Wir Eltern wollen keine weiteren Streik-Tage, denn diese stellen jede Familie vor große Betreuungsschwierigkeiten. Notgruppen helfen dabei vor allem den kleineren Kindern nicht, denn Kinder kann man nicht einfach für einzelne Tage von ihnen unbekannten Personen betreuuen lassen.
Frau Laule hat uns gegenüber vorgeschlagen, die Unterschriften Herrn Bürgermeister Häusler aus Singen für die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weiterzuleiten. Wir leiten die Information an ver.di weiter.
Eine Rückerstattung der Gebüren für einen Schließtag ist aus Sicht der Eltern nicht notwendig. Wir hoffen allerdings, dass das eingebarte Gehalt der streikenden Erzieherinnen und Erzieher den Einrichtungen zugeführt werden kann, um davon Material anzuschaffen.
Auch der SÜDKURIER war bei der Übergabe der Unterschriften dabei: Zum Artikel

 

Betreuung der zukünftigen Erstklässler wird neu geregelt

In den letzten Jahren wurden die zukünftigen Erstklässler in ihrer jeweiligen Grundschule von der Kernzeitenbetreuung in den Tagen zwischen Schulstart und Einschulungsfeier betreut. Nun ist es seit diesem Jahr so, dass in den gesamten Sommerferien eine zentrale Ferienbetreuung für alle Grundschüler der Kernstadt und der Stadtteile angeboten wird. Diese Sommerferienbetreuung wird auch für die zukünftigen Erstklässler angeboten und kann für diese bis zur Einschulung verlängert werden. Aber auch Kinder, die nicht in der Ferienbetreuung sind, sollten eigentlich in diesem Jahr erstmals zentral an der Ratoldusschule betreut werden und nicht mehr in den Kernzeitbetreuungen in ihren Schulen. Diese Entscheidung der Stadt sorgte bei den betroffenen Eltern für Unmut. Sie wollen nicht, dass ihre Kinder für wenige Tage an die für sie fremde Ratoldusschule gehen, bevor sie dann in ihrer Schule eingeschult werden. Der Gesamtelternbeirat Kindertagesstätten (GEB Kita) hat daher mit der Stadt in einem Gespräch die Sorgen und Wünsche der Eltern vorgetragen.
Nach diesem Gespräch ist klar, dass ab dem Schuljahr 2016/2017 an den jeweiligen Grundschulen keine Kernzeitenbetreuung an den Tagen bis zur Einschulung stattfindet. Die zukünftigen Erstklässler machen ihre Kindergartenplätze für die neuen Kinder frei, ab 1. September dürfen sie also ihre Einrichtungen nicht mehr besuchen. Dann greift die städtische Schulferienbetreuung, zu der man sich wochenweise anmelden kann – und die dann gegebenenfalls bis zur Einschulung verlängert oder natürlich auch nur für die Tage zwischen erstem Schultag und Einschulungsfeier gebucht werden kann.
In die Pflicht müssen allerdings nach Meinung des GEB Kita die Schulen genommen werden. Die Kinder werden erst mit ihrer Einschulung schulpflichtig und auch erst danach haben sie ein Anrecht auf Kernzeitenbetreuung. Daher fordert der GEB Kita die Schulen auf, einen zentralen und frühestmöglichen Einschulungstermin festzulegen. Denn das Betreuungsproblem entsteht erst dadurch, dass die Grundschulen teilweise sogar erst am Freitag der ersten Schulwoche ihre Erstklässler aufnehmen.
Für dieses Jahr hoffen wir nach dem Gespräch auf eine Sonderlösung für die Kernzeitenkinder, da diese Änderungen den Eltern nicht ausreichend kommuniziert wurden.